Futterbeutel, Futterdummy, Belohnung Hund

Der Futterbeutel – Spass für Mensch und Hund

Der Futterbeutel

 

 

Ziel des Futterbeutels:Doxx Futterbeutel, Futterbeutel, Welpentraining

  • Der Mensch wird für den Hund zum Verbündeten, man geht zusammen Beute machen und teilt diese.
  • Seine Aufmerksamkeit und Auslastung steigt.

 

  • Dem Vierbeiner zuverlässiges Apportieren beibringen.

 

  • Dem Hund Kommandos beibringen wie z. Bsp. Sitz, Platz, Warten, Suchen, Nimm es …

 

 

Aufbau:

  1. Der Hund muss verstehen, worum es geht. Er muss wissen, dass er nur mit Ihnen ans Futter kommt.
  2. Wir loben ihn ganz fest (oder klickern), wenn er bereits die Nase an den Futterbeutel hält und belohnen ihn indem wir den Beutel öffnen und er daraus fressen darf.
  3. Der Futterdummy soll für unseren Vierbeiner etwas ganz Besonderes werden, deshalb spielen Sie mit ihm, wie Sie es auch mit einem Spielzeug tun (keine Zerrspiele).
  4. Anfangs wird jedes Interesse am Beutel belohnt und der Hund darf immer direkt aus dem Beutel fressen. Wir verlangen langsam mehr von ihm, eine Übung die er gut kennt wie z. Bsp. Sitz und sobald er dies tut, öffnet sich der Beutel und er darf sich die Leckerli daraus holen. Damit die Motivation bleibt, gehen wir mit diesen Schritten langsam vor.
  5. Um zu verhindern, dass sich der Hund mit dem Beutel aus dem Staub macht, sichern wir anfangs entweder den Hund mit einer Schleppleine oder den Beutel mit einer Schnur.
  6. Fortgeschrittene können auch den Blickkontakt üben, indem die Belohnung erst kommt, wenn der Hund seinen Hundeführer anschaut.
  7. Frisst Ihr Hund hastig und die Menge wird zu gross, ist es ratsam nur 2-3 Leckerli in den Beutel zu packen. Wenn Sie ihm die ganze Mahlzeit mit dem Beutel geben, messen Sie die Menge vorher ab.

 

 

WICHTIG:

Keine Zerrspiele mit dem Futterbeutel!

Den Hund mit dem Beutel nicht alleine lassen!

Trainieren Sie vorerst zu Hause in reizarmer Umgebung!

Der Hund holt sich die Leckerli selbst aus dem Beutel, sobald sie ihn öffnen!

 

 

Trainingsvielfalt:

  • Sitz-Bleib (Vorraussetzung: der Hund kennt Sitz, Bleib und `bring es`)

Der Hund wird abgesetzt, bekommt ein Bleib – man geht weg vom Hund und legt den Dummy ab – geht zum Hund zurück. Sucht der Hund den Blickkontakt schickt man ihn den Beutel zu holen. Bringt er ihn – Beutel auf und er darf sich sein Belohnung nehmen.

 

 

 

 

Sobald dies zuverlässig funktioniert:

Hund wird abgesetzt – bleibt – man geht vom Hund weg – legt den Beutel ab – geht seitwärts weg – Sie, der Hund und der Dummy bilden ein Dreieck – auf den Blickkontakt warten – den Hund schicken – bringen lassen- belohnen wie oben.

Steigern Sie diese Übung, indem Sie den Hund zuerst zu Ihnen rufen und erst danach den Beutel apportieren lassen.

 

 

 

 

  • Werfen

Üben Sie Kommandos, kann der Beutel zur Belohnung geworfen werden und der Hund darf unmittelbar hinterher. Der Hund bringt den Beutel zum Hundeführer, dieser öffnet den Beutel (mit 2-3 Leckerli drin) und der Hund darf seine Schnauze reinstecken und fressen.

Viele Hunde haben Spass den Beutel zu jagen, um dann bei Ihnen die Belohnung zu kriegen. Es lockert auch das ganze Training auf.

 

  • Suchen lassen

Entweder man versteckt den Beutel und lässt ihn durch den Vierbeiner suchen oder man lässt ihn irgendwo fallen und motiviert den Hund, ihn zu bringen.

Verstecke an erhöhter Lage (Holzstamm, Stuhl, auf Ästen oder Steinen) sind anspruchsvoller  und fordern mehr von ihm. Fangen Sie mit kleinen Erhöhungen an, je höher desto schlechter wird er von der Hundenase gerochen und desto ansrpuchsvoller ist die Suche.

 

 

Tipps:

  • Bei Hunden, die fürs Apportieren oder Spielen schwer motivierbar sind, kann man versuchen den Beutel an einer Schnur über den Boden zu ziehen um den Jagdtrieb zu wecken (Reizangel-Prinzip).
  • Jeder Hund ist anders und es braucht mehr oder weniger Geduld. Wir sind für unsere Hunde nicht immer klar zu verstehen. Bleiben Sie dran!
  • Ist der Hund beim Sitzen-bleiben und Warten nicht zuverlässig, bringen wir ihn an die Stelle zurück wo er ursprünglich sass (ohne Kommentar) und üben dies bis es funktioniert. Auch hier ist Ihre Geduld und Konsequenz gefragt. Es ist sein Problem, wenn die Belohnung nicht kommt, nicht Ihres.

Meine persönliche Erfahrung:

WelpenkursUnsere Kleine war gerade mal 10 Wochen alt, als wir im Welpenkurs den Futterbeutel eingesetzt haben.

Klar, sie ist ein Labrador und Fressen steht hoch im Kurs.

Also hat sie das sehr schnell begriffen und den Beutel auch bald zuverlässig apportiert.

Wir benutzen ihn im Training und bei gemeinsamen Spaziergängen.

Unsere Hündin findet den Dummy bis heute toll und schenkt mir jeweils volle Aufmerksamkeit.

Der Futterbeutel ist bei uns ein gutes Hilfsmittel, wenn ich das Gefühl habe, sie ist etwas zu sehr aussenorientiert. Sie findet mich und unsere gemeinsamen Unternehmungen spannend und reagiert viel weniger auf äussere Reize.

 

Ich wünsche Euch viel Spass!

 

Falls Ihr den Aufbau mit einer Trainerin an eurer Seite erarbeiten möchtet oder Spass an den Übungen habt und mehr wollt, empfehle ich Euch die Hundeschlule Currimba. (www.currimba.ch)

 

 

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